Endloses Whiteboard

Bei uns im Büro hängen überall Whiteboards oder es gibt sogar mit Whiteboard-Farbe gestrichene Wände. Man kann überall mal schnell Ideen an eine große Fläche schmieren. Leider lässt sich speziell von den Wänden die Farbe der Whiteboardmarker nicht ganz so leicht abwischen wie man es sich wünschen würde. So ist die mir nächste Wand im Büro zwar schön groß, aber auch meistens voll bemalt.

Weiterer Nachteil diese Whiteboards ist, das ich sie nicht zu Hause habe, oder sonst mit dabei.

Also machte ich mich mal auf die Suche nach einer entsprechenden App für das iPad. Theoretisch sollte doch ein Tablet das ideal Whiteboard sein. Virtuell endlos Platz in alle Richtungen.

Gefunden habe ich eine App namens Sketchology” welche genau das zu machen scheint, was ich brauche. Virtuell endloses Whiteboard, einige wenige Stifte, Farbauswahl, Radierer, Undo/Redo, endloser Zoom in beide Richtungen und Export als Bild.

Die App ist in der Grundversion sogar kostenlos und bietet In-App-Kauf von zusätzlichen Stiften und Farbauswahlen. Hier liegt leider ein Kritikpunkt. Dieser in-App-Kauf hat bei mir nicht funktionert. Das Geld wurde mir natürlich über den App-Store abgebucht, leider meldet die App selbst, das der Einkauf fehlgeschlagen ist. Der Entwickler und Apple sind darüber schon informiert. Seit fast einer Woche leider weder von den einen noch dem anderen eine Antwort.

Wer dann doch mehr auf analoge Whiteboards steht, kann sich ja einmal dieses Kickstarter Projekt aus Berlin hier anschauen: Betabook

 

[Update] ich habe noch eine App gefunden die sehr vielversprechend aussieht: SketchTo

 

kleine Tools für die MacOS X Menubar

Auf Screenshots von MacOS X die ich im Netz so sehe schaue ich ja immer gerne auf die Menüleiste um zu schauen was für Symbole die Leute dort so haben und welche Programme mir ggf. noch in meiner Sammlung fehlen.

Just heute sah ich beim Boerge einen solchen und dachte ich sollte mal was über die Programme schreiben die sich da bei mir so eingenistet haben:

 

Menubar

 

Avira ist ein freier Virenscanner für den Mac. Eigentlich mach ich mir ja um Viren keine Sorgen. Aber da nicht näher genannte Familienmitglieder hartnäckig auf jede eMail und deren Anhänge klicken bin ich das doch etwas vorsichtiger geworden. Und inzwischen ist die Performance-Einbuße ja auch kaum noch zu merken.

Yoink braucht eigentlich kein Menubar Eintrag, aber hat dennoch eins. Es ist ein kleines Program welches sich bei Drag&Drop Aktionen vom Rand her einblendet und als Zwischenablage für Dateien fungiert. Für Mausschubser manchmal genau das richtige.

Bittorrent Sync benutze ich um mit mehreren Leuten größere Mengen Dateien zu Synchronisieren. Bis vor kurzem haben wir noch SparkleShare dafür benutzt. Allerdings war durch den git Unterbau hier inzwischen die Größe des gesamten Repositories auf ca. 20GB bei 9GB Nutzdaten angewachsen. BittorrentSync erweist sich hoffentlich als brauchbare Alternative.

1Password ist ja eines meiner Lieblingstool. Vermeintlich sichere Verschlüsselung und Synchronisation über diverse Mobilgeräte (iOS, Android, WindowsPhone) hinweg.

ownCloud ist webbasierter Kalender, Speicher, Adressbuch zum selbst hosten. Der Client in der Menubar zeigt den Synchronisierungsstatus des ownCloud Speichers an. Kann sich wie Dropbox vorstellen.

Skitch ist ein Tool zum Erstellen und bearbeiten von Screenshots. Nach dem Kauf durch Evernote werden diese auch gleich mit dem Evernote Account synchronisiert wenn man das mag.

Crashplan ist eine Cloud Backup Lösung. Einfach installieren und schon sichert der Client die Platte kontinuierlich in der Crashplan Cloud. Angeblich auch sicher in dem man einen privaten Verschlüsseling-Key generiert und die Daten nur verschlüsselt übertragen und abgelegt werden. Hat mir schon diverse Mal das Leben erleichtert wenn ich wirklich mal eine Datei brauchte die aus Gründen abhanden gekommen war.

Und nun zum wichtigsten Program in der Menu Bar: Bartender

Je mehr Programme man installiert hat, desto mehr davon nisten sich auch in der Menu Bar ein. Und irgendwann ist diese voll und man sieht nicht mehr alle Symbole. Bartender schafft hier Abhilfe. Unter seinem Symbol in der Menu Bar öffnet sich eine zweite Leiste wenn man draufklickt. Hier kann man Menu Bar Symbole einsortieren die man nicht so oft braucht. So das in der Haupt Menu Bar nur die Programme auftauchen die man dort auch wirklich braucht.

Bartender Menu

Bei mir verstecken sich da (von links nach rechts):

PathFinder: Ein Ersatz für den MacOS X Finder der eine Mehrspaltige Ansicht erlaubt und noch ein paar andere Kleinigkeiten.

TextExpander: ersetzt bestimmte Buchstabenfolgen durch vordefinierte Texte. Spart viel Getippe bei Standard Phrase wie (mfg -> Mit freundlichen Grüßen)

Xmarks for Safari: ein Client der meine Xmarks Bookmarks mit Safari Synchronisiert

Moom: Schon immer genervt das viele Programme beim Mac trotz Klick auf den grünen Punk im Fenster nicht  den ganzen Bildschirm benutzen? Dann ist Moom Dein Freund. Hier kann man sich bestimmte Fenstergrößen und Anordnungen vordefinieren und über den grünen Punkt anwenden. Sehr praktisch.

Dropbox: Dropbox halt

ClipboardHistory: Eine Zwischenablage die viele viele Einträge bewaren kann und auf Wunsch auch die Formatierung von Text beim Einfügen entfernt.

Choosy: Nützliche Browserweiche. Wird statt des Default-Browsers beim Klick auf URLs aufgerufen und blendet ein Menü ein in welchem Browser man den Link öffnen möchte.

AdiumX mein Standard Chat Program

 

LTE in der Uckermark

In unserem Ferienhaus in der Uckermark haben wir nur sehr spärlichen Mobilfunkempfang. Selbst mit guten Telefonen (NOKIA natürlich) schaffte man eine halbwegs stabile Telefonverbindung (GSM) nur wenn man an einer bestimmten Stelle im Haus stand. An Datenverbindung war fast gar nicht zu denken. Bei gutem Wetter und richtigem Stand der Sterne bekam man vielleicht eine wackelige EDGE-Verbindung die gerade einmal für Twitter reichte.

Im Sommer allerdings bemerkte ich, dass mein Telefon plötzlich in Fensternähe auch mal kurz LTE anzeigte. Konnte das wirklich sein? Sollten die Netzbetreiber hier in der Wildnis tatsächlich nachgerüstet haben? Mit mehr oder weniger akrobatischen Bewegungen versuchte ich die Stelle mit dem besten Empfang zu finden. Und tatsächlich… es liess sich, zumindest zeitweise, ein LTE-Signal empfangen welches sich auch für eine Datenverbindung nutzen liess.

Um das sinnvoll nutzen zu können (d.h. mit mehreren Geräten) habe ich mir einen Huawei E5372 LTE-Hotspot geholt. Dieser hat Anschluss für eine externe LTE-Antenne (nicht zu verwechseln mit einer UMTS-Antenne) und eine Batterielaufzeit von mehreren Stunden. Ich hatte mich schon darauf eingestellt auch noch eine LTE-Antenne kaufen zu müssen. Doch zu meiner Freude stellte sich heraus das der kleine Kasten eine sehr gute Empfangsleistung besitzt. An einer günstigen Stelle im Haus platziert liess sich eine stabile Verbindung mit über 6 Mbit/s Downstream stabil herstellen. Das reicht für meine Zwecke vollkommen aus.

Beim Spazierengehen habe ich mit dem Telefon ein bisschen gecheckt wie weit diese neue LTE-Abdeckung reicht. Jedoch ist ausserhalb von unserem Dorf immernoch ziehmlich tote Hose. Es sieht so aus, als ob die Antennen explizit auf bewohntes Gebiet gerichtet wurden.

Pro Tipp: In sämtlichen verbundenen Geräten sollte man die Hintergrundupdates abschalten, wenn man sein Online-Volumen nicht ruck-zuck aufgebraucht haben will.

Wochenrückblick – W46/2014

Um meinen wöchentlichen Ironblogger Soll zu erfüllen muss heute mal ein Wochenrückblick reichen. Der Boerge macht das ja auch so ;)

Im Büro war es ein bisschen stressig, da viele Kollegen aus anderen Standorten bei uns in Berlin waren und dementsprechend die Zeit zum Treffen nutzen wollten. Damit waren die Tage mit Meetings gefüllt und man kam eigentlich nicht zum Arbeiten.

Ein Highlight war die Hotelbuchung für meinen nächsten Trip nach Chicago. Aus sentimentalen und praktischen Gründen bevorzuge ich das Kinzie Hotel in Chicago. Das liegt in Laufweite von unserem Büro und ist sehr nett. Ausserdem ist das Hotel auf Twitter und Facebook aktiv. So ergab sich bei den letzten Aufenthalten schnell auf Twitter die eine oder andere Unterhaltung. Das Hotel revanchierte sich für positives Feedback mit Snacks und Zimmer Upgrades.

Für den anstehenden Besuch in Chicago konnte unser Reisebüro leider kein Zimmer mehr in dem Hotel bekommen und wollte mich stattdessen in einem anderen unterbringen. Auf gut Glück schrieb ich per Twitter DM an das Kinzie-Hotel ob sie nicht doch noch ein Zimmer für mich hätten. Kurze Zeit später hatte ich ein Angebot von ihnen per eMail in meinem Postfach. Wieder mit einem Room-Upgrade und sogar günstigeren Preis als das Hotel welches unsere Reiseagentur besorgen konnte. Ich bin wirklich beeindruckt wie gut dieses Hotel Twitter nutzt. So etwas hatte ich hier in Deutschland noch nicht erlebt.

Chicago morning view from HolidayInn Hotel

Dank Chaosblog konnten Sohnemann und ich endlich mal Servos am Arduino UNO ausprobieren.

Amazon hatte letzte Woche endlich das Fire TV Kästchen geliefert. Nun kann ich noch bequemer Videos schauen. Habe angefangen mich durch die Dexter Serie zu schauen. Gefällt mir sehr gut bisher. Bin schon bei Folge 9 der zweiten Staffel angekommen.

 

Zeit zurück zu blicken

Heute vor 25 Jahren ist die Mauer, welche Berlin und prinzipiell auch den Rest der damaligen DDR einschloss, gefallen. In Berlin gibts eine wunderschöne Kunstinstallation welche an dieses Ereignis erinnert.

Just in dieser Wochen waren auch diverse Kollegen aus den USA und Indien in Berlin und wir waren zweimal abends aus Essen. Dabei war natürlich auch der Fall der Mauer Thema. Als “Ossi” konnte ich so manche Geschichte aus der DDR-Zeit erzählen welche doch teilweise Erstaunen hervorrief.

Ich denke es ist Zeit, hier auch mal ein paar Geschichten aus meiner Zeit in der DDR zu erzählen. Damit all das nicht in Vergessenheit gerät. Unsere Familie war sicherlich nicht eine typische Familie der DDR, denn meine Eltern & Großeltern waren Mitglied in der Kirche – nicht in der SED. Das machte uns in gewisser Weise zu Aussenseitern und hatte durchaus Konsequenzen für unser Leben. Aber mehr dazu in weiteren Posts.

 

Im Wendejahr habe ich meinen DDR-Personalausweis bekommen #tdde /cc @moellus @pausanias @holadiho

YASN

Mit ello & tsu haben sich zwei neue Social Networks an den Start begeben um Facebook und Twitter Paroli zu bieten. Ello fühlt sich noch sehr rudimentär an und ist bis dato nur im Browser nutzbar. Es macht keinen Hehl daraus das sie noch in der Beta Phase sind und erst nach und nach Features hinzufügen die man von anderen SNs gewohnt ist.

Hier wurde MVP evtl. leicht übertrieben.

Tsu dagegen startet gleich mit einer App für mobile Geräte und hat die meisten Features die man von Twitter kennt schon implementiert.

Doch beide können mich nicht wirklich überzeugen sie konsequent zu nutzen. Ello sieht nett aus aber es fehlen wichtige Features und vor allem die Unterstützung mobiler Geräte. Ein SN lebt ja davon möglichst in jeder Situation in der Lage zu sein ein Update zu posten. Wenn ich erst einen Browser öffnen und mich einloggen muss ist mir das leider zu nervig.

Tsu hat zwar eine mobile Applikationen aber auch hier sehe ich noch nicht den Mehrwert gegenüber meinen schon vorhandenen Social Networks.

Ich denke gegen Twitter und Facebook dürfte es sehr schwer werden anzukommen. Beide haben den entscheidenden Vorteil das i.d.R. alle Leute die mich interessieren dort schon einen Account haben. Daher werde ich dort nach Updates schauen. Mehrere SNs nach Updates zu checken ist schon jetzt nervig genug. Jedes weitere SN muss da schon einen deutlichen Vorteil bieten um sich gegen die großen durchzusetzen. Und das sehe ich in den vorliegenden Kandidaten eher nicht. Die Tücke liegt auch darin, das Twitter und Facebook auf eine Art am entgegengesetzten Ende des Feature-Spektrum angesiedelt sind. Twitter sehr minimalistisch und einschränkend, aber dadurch auch simple und ohne größeres Nachdenken zu bedienen. Facebook auf der anderen Seite mit kaum Limitierung was Content angeht und außerdem noch durch diverse Apps zu erweitern. Hier kann man sich austoben, muss jedoch auch sehr aufpassen das man nicht den Überblick verliert wann und mit wem man seine Updates teilt.

Für Neulinge ist es schwer hier ihren Platz zu finden. Noch simpler als Twitter ist nahezu nutzlos. Yo versucht gerade das Gegenteil zu beweisen, ist aber in meinen Augen nicht mehr als ein kurzfristiges Kuriosum. Mehr Features als Facebook? Google versucht es mit Google+ ein wenig. Doch so richtig überzeugt scheint die Masse der Leute auch hier nicht zu sein.

Dennoch werden wir Nörds natürlich schon aus Prinzip in jedem neuen SN einen Account anlegen und rumlungern ;)

 

Life’s good

Heute sitze ich endlich mal wieder auf “meiner Terrasse” und schaue den Kindern beim Spielen im Baumhaus zu. Der Himmel ist blau und bildet einen schönen Kontrast zum satten Grün der Bäume. Ich höre Vögel zwitschern, die Hühner des Nachbarn, die Raben mit kräftigem Flügelschlag im nahen Wald und in der Ferne die Reiher auf einer Lichtung. Ab und an saust eine Fliege oder Biene vorbei. Diese Geräuschkulisse ist so anders als in der Stadt
So kann man es echt eine Weile aushalten. Ein sehr schöner Kontrast zum Leben und Arbeiten in der großen Stadt unter der Woche.

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