LTE in der Uckermark

In unserem Ferienhaus in der Uckermark haben wir nur sehr spärlichen Mobilfunkempfang. Selbst mit guten Telefonen (NOKIA natürlich) schaffte man eine halbwegs stabile Telefonverbindung (GSM) nur wenn man an einer bestimmten Stelle im Haus stand. An Datenverbindung war fast gar nicht zu denken. Bei gutem Wetter und richtigem Stand der Sterne bekam man vielleicht eine wackelige EDGE-Verbindung die gerade einmal für Twitter reichte.

Im Sommer allerdings bemerkte ich, dass mein Telefon plötzlich in Fensternähe auch mal kurz LTE anzeigte. Konnte das wirklich sein? Sollten die Netzbetreiber hier in der Wildnis tatsächlich nachgerüstet haben? Mit mehr oder weniger akrobatischen Bewegungen versuchte ich die Stelle mit dem besten Empfang zu finden. Und tatsächlich… es liess sich, zumindest zeitweise, ein LTE-Signal empfangen welches sich auch für eine Datenverbindung nutzen liess.

Um das sinnvoll nutzen zu können (d.h. mit mehreren Geräten) habe ich mir einen Huawei E5372 LTE-Hotspot geholt. Dieser hat Anschluss für eine externe LTE-Antenne (nicht zu verwechseln mit einer UMTS-Antenne) und eine Batterielaufzeit von mehreren Stunden. Ich hatte mich schon darauf eingestellt auch noch eine LTE-Antenne kaufen zu müssen. Doch zu meiner Freude stellte sich heraus das der kleine Kasten eine sehr gute Empfangsleistung besitzt. An einer günstigen Stelle im Haus platziert liess sich eine stabile Verbindung mit über 6 Mbit/s Downstream stabil herstellen. Das reicht für meine Zwecke vollkommen aus.

Beim Spazierengehen habe ich mit dem Telefon ein bisschen gecheckt wie weit diese neue LTE-Abdeckung reicht. Jedoch ist ausserhalb von unserem Dorf immernoch ziehmlich tote Hose. Es sieht so aus, als ob die Antennen explizit auf bewohntes Gebiet gerichtet wurden.

Pro Tipp: In sämtlichen verbundenen Geräten sollte man die Hintergrundupdates abschalten, wenn man sein Online-Volumen nicht ruck-zuck aufgebraucht haben will.

Wochenrückblick – W46/2014

Um meinen wöchentlichen Ironblogger Soll zu erfüllen muss heute mal ein Wochenrückblick reichen. Der Boerge macht das ja auch so ;)

Im Büro war es ein bisschen stressig, da viele Kollegen aus anderen Standorten bei uns in Berlin waren und dementsprechend die Zeit zum Treffen nutzen wollten. Damit waren die Tage mit Meetings gefüllt und man kam eigentlich nicht zum Arbeiten.

Ein Highlight war die Hotelbuchung für meinen nächsten Trip nach Chicago. Aus sentimentalen und praktischen Gründen bevorzuge ich das Kinzie Hotel in Chicago. Das liegt in Laufweite von unserem Büro und ist sehr nett. Ausserdem ist das Hotel auf Twitter und Facebook aktiv. So ergab sich bei den letzten Aufenthalten schnell auf Twitter die eine oder andere Unterhaltung. Das Hotel revanchierte sich für positives Feedback mit Snacks und Zimmer Upgrades.

Für den anstehenden Besuch in Chicago konnte unser Reisebüro leider kein Zimmer mehr in dem Hotel bekommen und wollte mich stattdessen in einem anderen unterbringen. Auf gut Glück schrieb ich per Twitter DM an das Kinzie-Hotel ob sie nicht doch noch ein Zimmer für mich hätten. Kurze Zeit später hatte ich ein Angebot von ihnen per eMail in meinem Postfach. Wieder mit einem Room-Upgrade und sogar günstigeren Preis als das Hotel welches unsere Reiseagentur besorgen konnte. Ich bin wirklich beeindruckt wie gut dieses Hotel Twitter nutzt. So etwas hatte ich hier in Deutschland noch nicht erlebt.

Chicago morning view from HolidayInn Hotel

Dank Chaosblog konnten Sohnemann und ich endlich mal Servos am Arduino UNO ausprobieren.

Amazon hatte letzte Woche endlich das Fire TV Kästchen geliefert. Nun kann ich noch bequemer Videos schauen. Habe angefangen mich durch die Dexter Serie zu schauen. Gefällt mir sehr gut bisher. Bin schon bei Folge 9 der zweiten Staffel angekommen.

 

Zeit zurück zu blicken

Heute vor 25 Jahren ist die Mauer, welche Berlin und prinzipiell auch den Rest der damaligen DDR einschloss, gefallen. In Berlin gibts eine wunderschöne Kunstinstallation welche an dieses Ereignis erinnert.

Just in dieser Wochen waren auch diverse Kollegen aus den USA und Indien in Berlin und wir waren zweimal abends aus Essen. Dabei war natürlich auch der Fall der Mauer Thema. Als “Ossi” konnte ich so manche Geschichte aus der DDR-Zeit erzählen welche doch teilweise Erstaunen hervorrief.

Ich denke es ist Zeit, hier auch mal ein paar Geschichten aus meiner Zeit in der DDR zu erzählen. Damit all das nicht in Vergessenheit gerät. Unsere Familie war sicherlich nicht eine typische Familie der DDR, denn meine Eltern & Großeltern waren Mitglied in der Kirche – nicht in der SED. Das machte uns in gewisser Weise zu Aussenseitern und hatte durchaus Konsequenzen für unser Leben. Aber mehr dazu in weiteren Posts.

 

Im Wendejahr habe ich meinen DDR-Personalausweis bekommen #tdde /cc @moellus @pausanias @holadiho

YASN

Mit ello & tsu haben sich zwei neue Social Networks an den Start begeben um Facebook und Twitter Paroli zu bieten. Ello fühlt sich noch sehr rudimentär an und ist bis dato nur im Browser nutzbar. Es macht keinen Hehl daraus das sie noch in der Beta Phase sind und erst nach und nach Features hinzufügen die man von anderen SNs gewohnt ist.

Hier wurde MVP evtl. leicht übertrieben.

Tsu dagegen startet gleich mit einer App für mobile Geräte und hat die meisten Features die man von Twitter kennt schon implementiert.

Doch beide können mich nicht wirklich überzeugen sie konsequent zu nutzen. Ello sieht nett aus aber es fehlen wichtige Features und vor allem die Unterstützung mobiler Geräte. Ein SN lebt ja davon möglichst in jeder Situation in der Lage zu sein ein Update zu posten. Wenn ich erst einen Browser öffnen und mich einloggen muss ist mir das leider zu nervig.

Tsu hat zwar eine mobile Applikationen aber auch hier sehe ich noch nicht den Mehrwert gegenüber meinen schon vorhandenen Social Networks.

Ich denke gegen Twitter und Facebook dürfte es sehr schwer werden anzukommen. Beide haben den entscheidenden Vorteil das i.d.R. alle Leute die mich interessieren dort schon einen Account haben. Daher werde ich dort nach Updates schauen. Mehrere SNs nach Updates zu checken ist schon jetzt nervig genug. Jedes weitere SN muss da schon einen deutlichen Vorteil bieten um sich gegen die großen durchzusetzen. Und das sehe ich in den vorliegenden Kandidaten eher nicht. Die Tücke liegt auch darin, das Twitter und Facebook auf eine Art am entgegengesetzten Ende des Feature-Spektrum angesiedelt sind. Twitter sehr minimalistisch und einschränkend, aber dadurch auch simple und ohne größeres Nachdenken zu bedienen. Facebook auf der anderen Seite mit kaum Limitierung was Content angeht und außerdem noch durch diverse Apps zu erweitern. Hier kann man sich austoben, muss jedoch auch sehr aufpassen das man nicht den Überblick verliert wann und mit wem man seine Updates teilt.

Für Neulinge ist es schwer hier ihren Platz zu finden. Noch simpler als Twitter ist nahezu nutzlos. Yo versucht gerade das Gegenteil zu beweisen, ist aber in meinen Augen nicht mehr als ein kurzfristiges Kuriosum. Mehr Features als Facebook? Google versucht es mit Google+ ein wenig. Doch so richtig überzeugt scheint die Masse der Leute auch hier nicht zu sein.

Dennoch werden wir Nörds natürlich schon aus Prinzip in jedem neuen SN einen Account anlegen und rumlungern ;)

 

Life’s good

Heute sitze ich endlich mal wieder auf “meiner Terrasse” und schaue den Kindern beim Spielen im Baumhaus zu. Der Himmel ist blau und bildet einen schönen Kontrast zum satten Grün der Bäume. Ich höre Vögel zwitschern, die Hühner des Nachbarn, die Raben mit kräftigem Flügelschlag im nahen Wald und in der Ferne die Reiher auf einer Lichtung. Ab und an saust eine Fliege oder Biene vorbei. Diese Geräuschkulisse ist so anders als in der Stadt
So kann man es echt eine Weile aushalten. Ein sehr schöner Kontrast zum Leben und Arbeiten in der großen Stadt unter der Woche.

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Kinder

Was man sich als jemand, der keine Kinder hat, kaum vermag vorzustellen, ist die Freude die die machen können. Oft hört man heutzutage eher Geschichten davon wie anstrengend Kinder sein können. Oder man sieht in sozialen Netzwerken die vermeintlich lustigen Bilder von verwüsteten Zimmern. Doch jeder fühlt intuitiv das solche Bilder eigentlich Stress bedeuten. Oder die Kindergeburtstage die es jedes Jahr zu organisieren gilt usw.

Na klar können Kinder stressig sein. Aber dennoch ist es ein unbeschreibliches Gefühl morgens ins Kinderzimmer zu kommen und die kleinen Ärmchen schon einem entgegengestreckt zu sehen. Zu sehen wie sehr sich das Kind jeden Tag aufs neue freut Dich zu sehen.
Egal wie stressig der Tag auch gewesen sein mag. Ich kann’s kaum erwarten morgens ins Kinderzimmer zu gehen und die kleinen zu sehen :)

Ein deutliches Signal an die Politik

Am letzten Wochenende wurde in Brandenburg ein neuer Landtag gewählt. Wie zu erwarten gab es mehr oder weniger böse Überraschungen. Die AfD wurde mit 12,2% in den Landtag gewählt, die FDP ist mit 1,5% klar raus und die Wahlbeteiligung lag bei unter 50%.

Worüber reden die üblichen Berufspolitiker natürlich am meisten? Genau, den ach so schlimmen Rechtsruck der die AfD in den Landtag gespült hat. Alle Parteien haben offenbar Stimmen an die AfD verloren.

Klar sieht das schlimm aus, denn trotz elitärem Anspruch scheint die AfD mit ihrem Program und Mitgliedern mit Kompetenz nicht unbedingt vorbelastet sein.

Eisbär

Alles schien interessanter als die Landtagswahl

Was ich allerdings viel schlimmer finde, ist das deutliche Signal das über 50% der Bevölkerung gesandt hat. Jeder zweite wahlberechtigte Bürger gab zu verstehen das er nicht daran glaubt das irgend einer der zur Wahl stehenden Politiker/Parteien es wert wäre am Sonntag ein paar Meter zum Wahllokal zu gehen.

Natürlich könnte man es sich leicht machen und sagen den Leuten geht es zu gut. Aber ich glaube dem ist nicht so. Es gibt immernoch viele Probleme in Brandenburg. Angefangen von Infrastruktur über Schulen bis hin zu Braunkohletagebau, CO2 Endlager und Fracking.

 

Ich glaube das den allermeisten Brandenburgern diese Themen wichtig sind und am Herzen liegen. Nur leider konnte keiner der Politiker glaubhaft vermitteln das er bzgl. dieser Herausforderungen etwas erreichen kann. Und das durch die Bank weg. Jeder zweite Brandenburger mistraut diesbezüglich sowohl den großen Regierungsparteien als auch den kleinen Oppositionsparteien.

Selbst eher mässiges Herbstwetter und Schrott im Fernsehen scheinen den Leuten wichtiger gewesen zu sein als ihre Stimme abzugeben. Obwohl sie das nächste Mal erst wieder in 6 Jahren dazu Gelegenheit haben werden. Viele wussten wohl das es keinen Unterschied machen würde ob sie nun die eine oder die andere Partei wählen.

Klar gab es zwei Hände voll enthusiastische AfD Wähler. Doch auch die werden wohl in den nächsten 6 Jahren einen gehörigen Dämpfer bekommen, wenn sie merken das mitmachen müssen etwas anderes ist als Anzuprangen und provokante Reden zu schwingen.

Dennoch sollten sich unsere Spitzenpolitiker schleunigst mal Gedanken machen wie diesem Vertrauensverlust bei den Wählern zu begegnen ist. Und es sollte auf keinen Fall mit Desinteresse gleichgesetzt werden. Denn interessiert sind die Menschen im Land. Nur glaube sie nicht das zur Wahl stehen Leute etwas ändern können oder wollen.