eine kleine unsortiert Sammlung von Gedanken zu aktuellen Ereignisse.
Die Amis und allen voran der bekloppte G.W.Bush machen ein Heckmeck um das Leben bzw. Sterben der Koma-Patientin Terri Schiavo. Die arme Frau liegt seit 15 Jahren im Wachkoma weil sie nach einem Schlaganfall nicht rechzeitig behandelt wurde. Leider jedoch so rechtzeitig, daß ihre niederen Lebensfunktionen weitestgehend Arbeiten nur ihr Großhirn futsch ist. Man kann Ihren Körper mit Hilfe von viel medizinischem Gerät am Leben erhalten, nur ihr Geist ist schon seit langem tod. Ihr Ehemann kämpft seit ca. 15 Jahren über Anwälte und Gerichte gegen ihre Eltern um das Recht sie endlich auch biologisch sterben zu lassen. Ihre strenggläubigen Eltern wollen das aber nicht. Mit der Begründung daß nur Gott das Recht hat Leben zu nehmen. Es wird aber übersehen, daß SIE daß schon vor 15 Jahren versucht hat. Nur leider haben IHR die Mediziner dabei ins Handwerk gepfuscht…
Wenn man das mal von einem humanistischen Standpunkt aus betrachtet, dann sollte der Ehemann von Terri nicht nur das Recht haben, die medizinische Versorgung abzuschalten, sondern auch noch für einen schnellen und schmerzlosen Tod seiner Frau zu sorgen. Im Moment besteht die Option die Magensonde zu entfernen und seine Frau über ca. 2 Wochen langsam verdursten zu lassen. Schöne Vorstellung. Hier brauchts aktive Sterbehilfe, man!
Denn SpOn (für Nicht-Eingeweide www.spiegel.de) ne… die haben inzwischen das Niveau der Bild-Zeitung oder B.Z. erreicht. Die “Redakteure” dort liefern sich in letzter Zeit ein Scharmüzel mit den Bloggern (an forderster Front IT&W). Dabei hat die Qualität der Beiträge extrem gelitten. Von den vielen Rechts- und Links-Schreibfehlern mal abgesehen, fehlt es an journalistischem Geschick und oft auch an Recherche. Die schreiben teilweise komplette Passagen aus der Wikipedia ab und vergessen aber den Copyleft-Vermerk. Weiterhin verkaufen die SpOn-Leute komplette Rubriken an Firmen. Die Beiträge dort werden nur sehr versteckt als bezahlte Inhalte (Werbung) gekennzeichnet. Auto-Normal-Leser wundert sich dann nur über die große Anzahl wohlwollender Artikel über Autoreifen…
Trauriger Höhepunkt ist der Zweiteiler über Linux in dieser Woche. So viel unausgegohrenen Schwachsinn gabs schon lange nicht mehr.
Aber die Kollegen von Spiegel-TV sind auch nicht besser. Die mussten natürlich einen Beitrag über die Dienstwagen-Flotte der Bundesregierung bringen. Die ja ach so viel Sprit verbraucht. Aber natürlich berichten die dort nur die halbe Wahrheit. Hat schonmal jemand versucht einen 3-Liter Lupo so zu Panzern, daß er den Ansprüchen der Regierung nach Sicherheit entspricht? Braucht der dann auch noch nur 3 Liter/100km? Wirkt auch repräsentativer in einem Kleinwagen beim Staatsbesuch aufzulaufen… Haben sich die gleichen Leute nicht erst vor ein paar Monaten darüber aufgeregt, daß der Kanzler in einem nicht mehr zeitgemäßen Flugzeug durch die Gegend fliegt?
Also ich finde, es gibt echt wichtigere Sachen.
Überhaupt tun die bei Spiegel-TV immer so, als ob sie die Weisheit mit Löffel gefressen hätten und über den Dingen stehen. Pfui…
In Schleswig-Holstein wird nach dem Wahldebakel von Frau Simonis die oder der “Schuldige” gesucht um ihn der Inquisition (öffentlicher Zerriss durch die Medien und unöffentlicher Zerriss durch die eigene Fraktion & Co.) auszuliefern. Das würde schön vom eigentlichen Thema ablenken. Aber das scheint bislang noch nicht gelungen zu sein. Nojo.
Nächster Diskussionspunkt sind die Manager-Gehälter bzw. deren Offenlegung. Das will die Bundesregierung mit einem Gesetz jetzt erzwingen. Und die betroffenen Manager wehren sich natürlich heftig und klagen auf hohem Niveau. Angeblich sei die Sicherheit ihrer Familien gefährdet wenn jeder plötzlich wisse, wieviel Kohle so ein Manager pro Jahr bekommt. Ich glaube allerdings einem potentiellen Kidnapper ist es schnurzegal ob ein Herr Schremp nun 10 oder 20 Millionen Euro pro Jahr bekommt. Man weiß einfach daß die Manager viel Kohle bekommen. Viel interessanter ist diese Information natürlich für die Aktionäre,die nun genauer nachfragen können warum denn das eine oder andere Familien-Mitglied im Vorstand für oftmals eher banale Tätigkeiten ein veritables Gehalt bekommt.