nun ist es also soweit. Der neue Papst ist gewählt und zu aller Überraschung ist es ein deutscher Papst. Joseph Kardinal Ratzinger wurde zu Pabst Benedikt XVI. gewählt.
In den Medien wird Ratzinger gerne als theologischer Hardliner dargestellt, aber ich denke, daß liegt daran, daß die Medien-Leute sich nicht wirklich mit ihm beschäftigen. Hardliner ist praktisch und medienwirksam. Warum also nachfragen. Komisch nur das alle Leute, die ihn persönlich kennen, ihn als sehr freundlichen, hoch intelligenten bescheidenen Menschen beschreiben.
Kurzum – ich find ihn gut den neuen Pabst.
Alles Gute Benedikt XVI.

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Gefunden:
“Er brandmarkte Harry Potter als “subtile Verführung”, er sprach sich gnadenlos gegen Frauenpriestertum und Feminismus aus, er bezeichnete die Abtreibungsgesetze als “Kultur des Todes”, bekämpfte die lateinamerikanische “Theologie der Befreiung” – kurz: Er tat vieles, was vielen nicht gefiel.”
“Nicht erst seit seinem Ruf nach Rom scheiden sich an dem Hardliner die Geister. Für die einen ist der Bayer der “Großinquisitor aus Marktl am Inn”, weil er hart gegen anders Denkende vorgeht. Für die anderen Lordsiegelbewahrer der Traditionen. Ratzinger lehnt die Empfängnisverhütung ab, sperrt sich gegen weibliche Priester und suspendiert männliche, wenn sie sich von der geltenden Kirchenlehre abwenden. Die Kirche drohe zu verwässern, warnt er. Die Inquisition verteidigt Ratzinger, muss aber einräumen, dass sie in ihrer Geschichte Fehlurteile gefällt hat.”
“Es war fast wie vordem in Leipzig, nur hatten dort die herrschenden Glaubenswächter im Philosophen den feindlichen Nicht-Marxisten bekämpft, während Ratzinger jetzt den existentiellen Erz-Marxisten umsichgreifen sah. Also gab er seine bisherige liberale Haltung auf, verließ den freundlichen Neckar-Ort seines Schreckens und landete nach diversen Zwischenstationen im obersten Zensorenamt seiner Heiligen Kirche, von wo aus er alles bekämpft, was die Dogmen bedroht: Frauen, Befreiungstheologen, Kommunisten, Liberale, Hans Küng, Zweifel an der Vormacht des Papstes, die Schwangeren-Konflikt-Beratung, die Reformation, die modernen Ansprüche der Laienbewegung, die Liberalisierung von Sexualmoral…”
Aber…. Ratzinger ist maßgeblich an der Reform der katholischen Kirche beteiligt gewesen. Er hat dafür gesorgt, daß die Inquisition abgeschafft (in die “oberste Glaubenskongregation” umgewandelt) wurde.
Und alle diese Dinge die ihm von den Medien vorgeworfen werden…. hey… der Mann ist Katholik und nicht Liberal-Politiker. Der muß gegen Abtreibung und all den Kram sein, weil er sonst gegen seinen eigenen Glauben verstoßen würde. Und ich bin mir sicher, daß er eine sehr gute Begründung dafür hat. Diese nennen nämlich die Medien nicht, sondern klagen ihn nur plump an, daß er gegen z.B. Schwangeren-Konflikberatung ist. Mal ehrlich.. welche Schwangere Frau möchte sich schon gerne von einem Katholiken beraten lassen?
Der Typ ist für die Katholiken da, und das ist gut so. Die anderen müssen ihn nicht mögen…