Wahlkampf mit der Wikipedia

CDU und SPD liefern sich auch im Internet einen Wahlkampf. Hier äussert er sich bisweilen jedoch in merkwürdigen Änderungen der Wikipedia-Artikel über die jeweiligen Spitzenkandidaten in NRW.
Pikantes Detail: Es wurden Änderungen von einer IP-Adresse aus dem Bereich des Bundestages vorgenommen die den SPD-Kanditaten misskreditieren und beim CDU-Kandidaten wurde evtl. belastendes Material entfernt.
Ich habe von der CDU nichts anderes erwartet…
Es könnte aber auch jemand von der SPD so clever gewesen sein. Denn alle Welt denkt natürlich die CDU war das. Dabei wurden die Änderungen von den Wikipedia-Polizisten längst wieder rückgängig gemacht.

Mehr steht hier:
NRWSPD Blog: Der Wikipedia-Wahlkampf Oder: Der Wahrheitsbegriff der CDU (Update 19.5.)

  • May 19th, 2005
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WordPress Update

habe gerade mein WordPress auf die Version 1.5.1 aktualisiert…

  • May 19th, 2005
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Zwischenbilanz – Reply

Der Kollege von Londonleben hat nach 10 Monaten Mac eine Zwischenbilanzgezogen und ist voll des Lobes für den Mac.
Ich denke, es ist an der Zeit hier auch mal was zu schreiben. Bin ja auch ein sogenannter “Switcher”. Allerdings nicht unbedingt von Windows weg, sondern wenn schon, dann von Linux. Aber von Linux bin ich nicht weg, denn ich verwende es weiter auf meinem Laptop und am Arbeitsplatz.
Nun aber ein paar Worte zu MacOS X
Bedienung
Die ist wirklich einfach. Als Umsteiger muß man sich zwar kurz umgewöhnen, aber das geht. Alles ist schön bunt und wahrscheinlich auch ergonomisch. Allerdings wird um diese Bedienungsfreundlichkeit von den Apple-Usern auch gerne ein ganz schöner Hype gemacht.
Ich finde es dagegen furchtbar, daß Programme immernoch aktiv sind, wenn ich das letzte Fenster schließe. Wenn man das System kennt, weiß man das. Aber ich brauche nicht versuchen meiner Freundin zu erklären, daß sie nach dem wegklicken des Fensters nochmal Apfel+Q drücken muß oder im Menü das Programm nochmal explizit beenden muß. Das ist unötig umständlich!
Was auch extrem nervt, ist daß man per Alt+Tab nicht zwischen den Fenstern umschalten kann. Man kann zwar zwischen den Anwendungen umschalten, aber nicht zwischen den Fenstern einer Applikation. Habe ich mehrere Safari-Fenster so fällt es sehr schwer an die anderen Fenster heranzukommen. Da jedesmal Expose aufzurufen ist auch nervig. Finde ich also auch nicht ergonomisch.
Das auf der Tastatur die meisten Sonderzeichen nicht draufstehen ist auch sehr unergonomisch finde ich. Hier hilft nur ein Folienstift.
Installation
Die Installation von MacOS X geht sehr einfach von statten. Hier muß man eigentlich am Anfang nur ein paar mal OK klicken und der Rest geht elektrisch. Das heißt aber auch, daß man kaum Einfluß auf die Installation hat. Man kann einige Komponenten Abwählen.
Was extrem nervt, ist die Tatsache, daß man auf die Partitionierung nicht wirklich Einfluß hat. Man kann zwar verschiedene Partitionen anlegen, nur mounten (wie man das von einem Betriebssystem mit Unix-Kern erwartet) kann man die nicht. Das komplette System wir immer in eine Partition installiert. Noch schlimmer ist es, daß man das scheinbar auch nicht nachträglich ändern kann. Ich habe jedenfalls nichts gefunden (für sachdienliche Hinweise gibts wertvolle Karmapunkte). Das macht natürlich ein System-Upgrade immer schwierig, da man erst alle Userdaten sichern muß. Unter Linux z.B. halte ich die Home-Verzeichnisse auf einer eigenen Partition. Dann kann ich das Betriebssystem komplett neu installieren und behalte die Userdaten unversehrt.
Programme
Programme gibts viele und die sind auch fast alle super. Es gibt auch sehr viel freie und kostenlose Software. Da ist fast für jeden Geschmack was dabei. Und das schönste ist die Installation. Einfach per Drag&Drop. Sehr geil, muß man Apple lassen. Zwar wird dann im Hintergrund auch an verschiedenen Stellen kopiert und Einträge in irgendwelchen Systemdatenbanken gemacht, aber für Otto-Normal-User sehr bequem. Nach meinem subjektiven Empfinden zeichnen sich die Mac-Programme durchweg durch höhere Qualität und Benutzerfreundlichekeit aus.
Es gibt scheinbar besonders viele Programme für den Audio/Video/Photo-Bereich. Das reicht von Home-User Software bis zum Profibereich. Hier hat der Mac natürlich seine Stärken.
Leider gibt es aber nicht alle Software die man unter Windows kennt auch für den Mac. Ich z.B. vermisse Quicken schmerzlich für den Mac. Davon gibts leider keine aktuelle Version für den Mac. Bliebe noch der Umweg über VirtualPC. Aber das ist nicht wirklich eine Lösung. Für manche Firmen ist scheinbar der Verbreitungsgrad des Mac noch zu klein um die Software dorthin zu portieren.
Das Betriebssystem selbst stellt eine sehr schöne Symbiose aus Unix (BSD-Kern) mit grafischer Oberfläche dar. Ich habe fast alle Unix-Tools die mein Bastler-Herz begehrt und kann auch Unix-Software nachinstallieren/kompilieren. Auf der anderen Seite hat MacOS X eine grafische Benutzeroberfläche die es nicht erforderlich macht irgendetwas über Unix zu wissen. Sehr schön!
Hardware
Die ist ja schon legendär. Sieht gut aus, ist einigermaßen performant und erfreulich preisstabil. Ich nenne einen uralten G4 AGP Graphics mein eigen. Der ist schick. Und leider auch sehr laut. Aber PCs sind auch laut und nicht schick. Die neueren Geräte von Apple sind fast alle leise. Unschlagbar ist da natürlich der Mac mini – nämlich lautlos. Das Apple-Hardware teuer ist, stimmt seid dem Mac mini auch nicht mehr. Aber es stimmt schon, daß die meisten Macs etwas mehr kosten auf den ersten Blick. Wenn man aber bedenkt, daß man dafür sehr gute Qualität bekommt und die Software genau auf die Hardware abgestimmt ist, ist der Preis durchaus angemessen. Es gibt keine Probleme mit Treibern oder ähnliche Sorgen die man von Windows kennt. Die Macs funktionieren einfach.
Aber auch hier gibts bizarre Dinge. So hat mein Mac zwar eine Mikrofon-Eingangsbuchse, die ist aber nicht verdrahtet. Physisch vorhanden, aber nicht angeschlossen. Das hat mich eine ganze Menge Zeit gekostet das herauszufinden. Müßte nicht sein, finde ich…
Fazit
Also ich möchte auf den Mac nicht mehr verzichten. Auf Windows könnte ich sehr wohl verzichten. Zumindest privat. Benutze mein Windows zu Hause auch so gut wie nicht mehr. Der Mac ist schöner, ergonomischer, hat die besseren Funktionen (Spotlight-Suche, Expose, Unix-Kern) und ist per se sicher. Keine Angst vor Viren, Würmern oder sonstigem Getier.
Auf Linux möchte ich allerdings nicht verzichten. Das ist zwar noch nicht so einfach zu bedienen wie der Mac, aber dafür flexibler. Ich kann mir das so zusammenbasteln, wie ich es möchte. Aber das ist eher was für “Geeks” denn für den “normalen” Benutzer für den der Computer ein Mittel zum Zweck und nicht Selbstzweck ist ;-)

Wichtige Tipps hierzu in den Kommentaren. Read on…

  • May 19th, 2005
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