HDR-Hype
Jetzt hat sogar der SPIEGEL ONLINE einen Artikel über HDR-Bilder. Das finde ich schon etwas merkwürdig. Ich habe mich in den letzten Wochen selbst etwas mit dem Thema beschäftigt (Godany, Flickr-HDR-Group) und nun scheint sich das Thema bis in den Mainstream auszudehnen.
Kurz gesagt handelt es sich bei HDR (High Dynamic Range) um Bilder mit einem hohen Kontrastumfang. Normalerweise hat man in einem Bild Bereiche die unter oder überbelichtet sind. Das ist nicht schlimm, so lange das kleine Bereiche sind und der Rest des Bildes normal belichtet ist. Der Trick bei HDR-Bildern ist, daß man mehrere Aufnahmen mit unterschiedlicher Belichtung vom gleichen Motiv macht (z.B. 2 mit Unterbelichtung, eins auf den Punkt belichtet und 2 mit Überbelichtung). Dann läßt man die Bilder von einer Software zusammenführen und erhält somit ein Bild, welches in allen Bereichen eine gute Ausleuchtung zeigt.
Technisch ergeben sich Bilder mit einer sehr großen Farbtiefe die man auf einem normalen Monitor oder normalen Ausdrucken eh nicht in voller Qualität darstellen kann. Doch durch Umrechnung in den normalen 8-Bit-pro-Kanal Farbraum ergeben sich zumindest ansehnliche Bilder. Man kann das ganze auch noch durch Veränderungen in der Tonwert-Kurve übertreiben. Doch die Bilder wirken dann meistens etwas psychedelisch.
Solche Bilder lassen sich jedoch kaum mit normalen Kompakt-Knipsen erstellen, da ihnen die notwendigen Einstellungsmöglichkeiten fehlen. Es empfiehlt sich eine digitale Spiegelreflex oder wenigstens eine sehr hochwertige Kompaktkamera mit vielen manuellen Einstellungsmöglichkeiten.
Folgende Dinge sollte man beachten:
- alle Bilder einer Belichtungsreihe mit der gleichen Blende vornehmen (wegen sonst unterschiedlicher Tiefenschärfe)
- alle Bilder von exakt der gleichen Position aufnehmen (unbedingt stativ und Fernauslöser benutzen)
Zusammenführen kann man die Bilder dann z.B. mit Adobe Photoshop CS2


