besucht mich im Knast

Und wieder hat sich der Amtsschimmel mächtig aufgebäumt und gekackt.

Der Bundesrat hat heute einem neuen Paragraphen im Strafgesetzbuch (§202c des StGB) zugestimmt, nachdem das “Verschaffen, Überlassen und Verbreiten” von Werkzeugen zum Ausspähen und Abfangen von Daten unter Strafe steht.
Das heißt sämtliche Tools, mit denen ich die Sicherheit meiner eigenen Rechner prüfen und überwachen kann (nmap, tcpdump, snoop, etc.), mit denen ich eine Fehleranalyse durchführen (strace, truss, etc.) sind dann strafbar. Sie Dürften in Deutschland wahrscheinlich nicht einmal mehr Bestandteil der jeweiligen Betriebssysteme sein (bei Linux und Solaris gehören sie seit Jahren zur Grundinstallation).

Klingt für mich nach absolutem Schwachsinn. Da aber leider die Lobby der Informatiker und Datenschützer bei weitem nicht mit einem so großen Budget wie die Lobby der Musik- und Software-Industrie ausgestattet ist konnte niemand die Deppen im Bundestag und Bundesrat über ihren Unfug aufklären.

Ich kündige schon hier und jetzt an mich diesem Gesetz zu widersetzen und diese Tools weiterhin zu benutzen um die Sicherheit meiner Computersysteme zu testen und Fehleranalysen durchzuführen. Wenn man mich dafür ins Gefängnis stecken möchte, so sei es.

Quelle: SpiegelONLINE

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One Response to besucht mich im Knast

  1. Moellus says:

    Du vergisst dabei, dass das Volksvertreter mit absoluter Ahnung sind – siehe hier:

    Link: sevenload.com

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