Twitter hat Twitter nicht verstanden…

Sascha Lobo schreib in seiner aktuellen Kolumne auf SPIEGEL ONLINE :

Deshalb taugt die Zeichenerweiterung von Twitter so hervorragend als Symbol: In Zeiten politischer Beeinflussung via Social Media, von Hyperpolarisierung und Debattendysfunktionalität – zieht sich Twitter zur Lösung der Probleme zurück und kommt wieder mit 280 statt 140 Zeichen. Das ist nicht bloß die falsche Lösung, das ist die falsche Lösung des völlig falschen Problems. Als würde man in einem brennenden Haus den Flur neu streichen. Twitter hat Twitter nicht verstanden. Facebook hat Facebook nicht verstanden.

Ich glaube das sowohl Twitter als auch Facebook sich ihrer Wirkung sehr wohl bewusst sind. Sascha ist ja nun nicht der erste und einzige dem die Wirkung von Social Media auf unsere Gesellschaften auffällt.

Für mich stellt sich eher die Frage was könnten Facebook & Twitter tuen, um ihrem eigenen negativen Effekt entgegen zu wirken?

Twitter ist notorisch knapp bei Kasse und kämpft irgendwie ums Überleben. Da werden die kaum irgendwelche Massnahmen ergreifen die zwar moralisch richtig, aber ökonomisch suboptimal sind. Letztlich fühlen sich die CEOs in erster Linie ihren “Shareholdern” verpflichtet. Denn nur denen müssen sie Rede und Antwort stehen. Bestes Beispiel dafür ist Trump nicht den Account zu sperren. Der verstösst so offensichtlich gegen Twitters Richtlinien, dass er geblockt werden müsste. Aber Twitter entschied sich ihn wegen des Unterhaltungswertes nicht zu blocken. WTF!?

Facebook hat da sicher mehr finanziellen Spielraum. Dort glaube ich haben Zuckerberg & Co. den Ernst der Lage noch nicht akzeptiert und suchen noch nach einem Weg dort glimpflich rauszukommen. Möglicherweise ist er inzwischen auch so abgehoben dass er Facebook ernsthaft als Lösung des Problems sieht…

Autor: falko

a *nix nerd

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